Halle (ots) - Ex-Amateur-Weltmeister (1983) Uwe Raab ist über den Doping-Fall Winokurow bei der Tour de France fassungslos, "dass Fahrer in einer Situation, wo der Radsport auf der Kippe steht, derart russisches Roulette spielen", sagte er der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Donnerstag-Ausgabe). "Es ist schlimm, dass so die Arbeitsplätze aller Beteiligten weggerissen werden. Es ist jammerschade, dass ein so erfolgreicher Renner, mit derart vielen Erfolgen, zu solchen Methoden greift." Er habe viel, viel Geld verdient und das gar nicht mehr nötig. "Es ist erschreckend. Aber dass jetzt dopende Fahrer erwischt werden, ist ein positives Zeichen, dass sich etwas tut. Es sind neue Kontroll-Methoden eingeführt worden, die zu funktionieren scheinen." Zugleich befürchtete der Wittenberger, dass es "drastische Konsequenzen im deutschen Profiradsport geben wird. Schon jetzt haben wir kein richtiges Idol mehr in Deutschland."
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