München (ots) - Löwe Julian Baumgartlinger weilte am Mittwoch, 13. Juni, bei der Auslosung der U19-Europameisterschaft in Linz. Diese findet vom 16. bis 27. Juli 2007 in seinem Heimatland Österreich statt. Der Salzburger, Kapitän der ÖFB-Auswahl, war beeindruckt. "Das ist ein Wahnsinn, welcher Aufwand da betrieben wird. Da waren alle Größen aus dem österreichischen Fußball anwesend", so der 19-Jährige, der seit 2001 im Nachwuchs des TSV 1860 München spielt.
Der Ex-Bundesliga-Profi Andreas Herzog versuchte sich zusammen mit der "Miss Oberösterreich 2006" als "Glücksfee", zog die beiden Endrundengruppen. In Gruppe A wurden neben Gastgeber Österreich noch Spanien, Portugal und Griechenland ausgelost. In der Gruppe B spielen Deutschland, Russland, Frankreich und Serbien. Gerade aus der Alpenrepublik war Kritik an Herzogs Loskünsten zu hören. "Er hat nicht gerade ein glückliches Händchen bewiesen", meinte ÖFB- Teamchef Josef Hickersberger. Der "kritisierte" Herzog war selbst auch nicht recht begeistert: "Mit Portugal und Spanien haben wir die zwei besten Nachwuchs-Nationen in unserer Gruppe."
So ganz kann das Julian Baumgartlinger nicht nachvollziehen. "Es gibt keine leichten Gegner. Beide Gruppen sind ausgeglichen stark. Gut, Spanien ist ein Hammer. Aber gegen Griechenland und Portugal können wir schon was holen", blickt er mit Optimismus der Gruppenphase entgegen. Ähnlich sieht es sein Klub-Kollege Alexander Eberlein, der für Deutschland die Fußballschuhe bei der EM schnüren wird. "Ich schätze unsere Gruppe relativ stark ein. Gegen Russland haben wir in einem Vorbereitungsturnier mal im Halbfinale gespielt und erst nach Elfmeterschießen gewonnen, gegen Frankreich setzte es zuletzt zwei Niederlagen", erzählt der 19-Jährige. Serbien sei für ihn die große Unbekannte. Trotzdem sagt er selbstbewusst: "Die Gruppe ist machbar. Wenn wir diese meistern, dann ist alles drin. Unser Ziel ist, Europameister zu werden!"
So sieht es auch sein Trainer Frank Engel. "Die Gruppe ist sehr ausgeglichen, aber wenn man Europameister werden will, muss man ohnehin jeden schlagen", sagt Engel. Über die Russen, die Baumgartlinger als "Geheimfavorit" bezeichnet, meint der U19-Bundestrainer: "Wer sich wie Russland in einer Qualifikationsgruppe mit England, der Tschechischen Republik und den Niederlanden durchsetzt, der muss einfach eine starke Mannschaft haben. Über die Qualität der Franzosen, die 2005 Europameister geworden sind, muss man eigentlich nichts mehr sagen. Serbien habe ich zuletzt gegen Tschechien gesehen - auch ein sehr starkes Team", so Engel.
Während für Baumgartlinger mit dem ÖFB-Team die Vorbereitung auf die EM bereits am 6. Juli beginnt, muss Eberlein erst am 10. Juli zu einem viertägigen Trainingslager nach Bad Reichenhall einrücken. Beide sind über den Termin in der Vorbereitungsphase auf die Spielzeit 2007/2008 nicht sonderlich erfreut. "Das geht nicht nur mir so", sagt Eberlein. "Alle Spieler, die schon mal Einsätze oben hatten, wollen sich für einen Stammplatz anbieten. Da ist der Zeitpunkt natürlich blöd." "Ideal ist es nicht, wenn ich in dieser Phase zwei bis drei Wochen weg bin", meint Baumgartlinger, der zuletzt regelmäßig dem Regionalliga-Kader der Löwen angehörte. "Deswegen muss ich möglichst schnell in die Mannschaft hineinwachsen." Aber für ihn als Österreicher sei eine Heim-EM ein ganz besonderes Ereignis. "Die U19-Euro
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