München (ots) - Nur gut, dass die Punktspielsaison für die Löwen mit dem Spiel am Sonntag, 20. Mai 2007, Anpfiff 14 Uhr, beim FC Erzgebirge Aue zu Ende ist. Denn langsam gehen Trainer Marco Kurz die Spieler aus. "Ich habe nur noch 17 gesunde zur Verfügung", sagt der 38-Jährige. "Wir werden etwas improvisieren müssen, weil uns die Alternativen fehlen."
Seiner Natur entsprechend fordert der frühere Löwen-Kapitän Kurz von seinen Mannen volles Engagement und "einen positiven Abschluss" der Spielzeit. "Wir nehmen das Spiel in Aue absolut ernst." Zwei Dinge seien dabei wichtig: der wirtschaftliche Bereich und die sportliche Entwicklung. "Nur unter Wettkampfbedingungen kannst du dich weiter entwickeln. Unter diesem Gesichtspunkt müssen wir diese Chance nutzen. Freundschaftsspiele sind damit nicht vergleichbar." Außerdem wäre es psychologisch wichtig, "die Saison mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen. Dann geht man ganz anders in den Urlaub", spricht Kurz aus seiner Erfahrung.
Seit sieben Spielen wartet das Team von Gerd Schädlich bereits auf einen Sieg. Dieser soll endlich gegen den TSV 1860 gelingen. Die Bilanz der Löwen im Erzgebirge ist alles andere als verheißungsvoll. Zweimal traten die Münchner dort an, zweimal gab's drei Gegentore und keine Punkte. "Aue ist sehr heimstark", zeigt Kurz Respekt vor dem Gegner. "Eine kampfstarke Mannschaft, die alles daran setzen wird, damit sie am Ende vor uns stehen." Dazu müssten die Sachsen aber ihre Negativserie beenden und gewinnen, um an Sechzig vorbeiziehen zu können.
Linksverteidiger Marcel Schäfer spricht von einem "äußerst unangenehmen Gegner". "Dort haben wir nie etwas geholt. Aber genau diese Statistik ist Ansporn für uns", erklärt der 22-Jährige. "Wir wollen unbedingt die Saison mit einem Sieg abschließen. Jeder von uns ist heiß darauf."
Gegen die Sachsen könnte Mate Ghvinianidze wieder auf die Position des rechten Verteidigers zurückkehren, die er an Markus Thorandt verloren hatte. Im defensiven Mittelfeld besitzen die Bender-Zwillinge die besten Chancen, wobei ihr gemeinsames Debüt in der Startelf am 29. Spieltag in Paderborn beim 0:3 kräftig in die Hosen ging. Das war aber nicht der Grund, wieso sie gegen Rostock nicht miteinander, sondern nur nacheinander zum Einsatz kamen. "Sie waren körperlich nicht in der Lage, über die volle Distanz zu gehen", erklärt Kurz. "Wir geben ihnen die erforderliche Zeit zur Entwicklung, bauen sie in Ruhe auf." Spielpraxis sei trotzdem für beide das A und O. "Lars ist in der Entwicklung ein Stück weiter als Sven, weil er einfach mehr Einsatzzeiten in der Zweiten Liga hatte." Er sei routinierter, so Kurz, wenn man bei einem gerade 18-Jährigen von Routine sprechen kann ...
Mehr Infos zum Spiel + O-Töne von Trainer Marco Kurz: www.tsv1860.de
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